
wien war wunderbar. ich habe soviel gesehen und getan und am ende doch nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte. meine gastgeber, die ich vorher nur flüchtig resp. gar nicht kannte, waren toll & herzlich & gastfreundlich und alles war grandios. gute entscheidung, nach wien zu fahren. in mehreren hinsichten.
die stadt überforderte mich allerdings auf einige weisen. zu schön, zu stilhaft, zu viel - und doch alles auf gewisse art toll. so gegensätzlich, aber anziehend. nach 6 tagen fuhr ich weiter nach bratislava. die stadt ist ganz anders, kleiner & weniger prachtvoll, hat aber auch ihren charme. ich konnte leider nicht allzu viel unternehmen, da es die gesamte zeit in strömen regnete. sah die altstadt, kletterte nachts auf den mauern des schlosses herum, lief über die ufobrücke & ging aus. die menschen, die ich kennenlernte, waren sehr verschieden, meist jedoch recht nett: 3 volkswirte aus cambridge, von denen einer sehr sympathisch war, die anderen etwas komisch; einen mazedonier, der eigentlich im wohnheim wohnen sollte und auch einen vertrag hatte, dann aber ins hostel abgeschoben wurde, da bei seiner ankunft in bratislava alle wohnheimplätze belegt waren. der gute schlief nun also in einem 10-bett-zimmer auf unbestimmte zeit und musste jeden tag um 8 bei seiner praktikumsstelle sein. außerdem einen franzosen und einen schmierigen australier, der einfach nur nervig war und dann - ja, toll gemacht - den nächsten tag in meinem zug saß, da ich den zug erwähnte & mich überreden wollte, mit ihm in prag zu bleiben. blieb ich aber nicht.
nach budapest wäre ich auch gerne weitergefahren, jedoch sagte der wetterbericht weiter regen voraus und mit nur einem paar schuhen wollte ich mir das nicht antun.
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